Meno Health. Clinical Evidence.

TWC #032: Blasenprobleme während der Menopause

Rubrik Online-Menopause – Symptomprüfer

Wir haben für euch einen Online-Menopause – Symptomprüfer entwickelt.

Mittels 20 einfachen Fragen geben wir dir persönliche Gesundheitsempfehlungen basierend auf deinen Symptomen. Es soll dir erste Massnahmen aufzeigen, die du direkt umsetzen kannst. Bei Fragen wende dich bitte an uns The Women Circle

Hier geht es zum Online-Menopause – Symptomprüfer

Blasenprobleme während der Menopause

Ein häufiges Problem während der Menopause ist die Kontrolle über die Blase behalten. Veränderungen im Körper können dazu führen, dass du das Gefühl hast, die Kontrolle zu verlieren. Heute erfährst du, wie gezielte Massnahmen und Selbstfürsorge dir helfen können, die Kontrolle über deine Blase während der Menopause zurückzugewinnen. 

Warum wird die Blase während der Menopause schwächer?

In dieser Lebensphase produzieren die Eierstöcke kein Östrogen mehr, was während der Pubertät, des Menstruationszyklus und der Schwangerschaft lebenswichtig ist. Ohne dieses Hormon hat dein Körper die Gelegenheit, sich von den Strapazen dieser Phasen zu erholen. 

Neben den bekannten Symptomen wie Hitzewallungen, nächtlichen Schweissausbrüchen und Stimmungsschwankungen können weitere Veränderungen zu Problemen mit der Blasenkontrolle führen, insbesondere:

  • Dein vaginales Gewebe wird weniger elastisch.
  • Die Auskleidung deiner Harnröhre, die Röhre, die Urin aus deiner Blase entleert, beginnt sich zu verdünnen.
  • Dein Beckenboden, die Muskulatur, die sowohl deine Harnröhre als auch die Blase unterstützt, wird schwächer.

Welche Blasenprobleme könnten auftreten?

Die häufigsten Blasenprobleme, mit denen Frauen während und nach der Menopause konfrontiert sind, umfassen:

Nächtliches Wasserlassen

Einige Frauen wachen nachts mehrmals mit dem Drang zum Wasserlassen auf. Das Bedürfnis kommt meist sehr schnell und unerwartet. Dies wir auch als «reizbare» oder «überaktive» Blase bezeichnet.

Stressinkontinenz

Es kann vorkommen, dass du beim Husten, Niesen oder Lachen einige Tropfen Urin verlierst. Auch beim Heben schwerer Gegenstände oder bei Druck auf die Blase kann es zu Undichtigkeiten kommen. 

Schmerzhaftes Wasserlassen

Nach der Menopause besteht ein erhöhtes Risiko für Harnwegsinfektionen (HWIs), die beim Wasserlassen ein brennendes Gefühl verursachen können.

Was kann sonst noch zu Ausfluss führen?

Die Menopause ist nicht immer der einzige Grund für Blasenprobleme. Muskeln können im Laufe der Zeit an Kraft verlieren oder durch Geburten geschwächt werden.  Krankheiten wie Diabetes oder Multiple Sklerose können Nervenschäden verursachen, die wiederum zu Blasenproblemen führen können. Auch Medikamente, wie einige Antidepressiva und Schmerzmittel, können die Blasenentleerung beeinträchtigen. In diesen Fällen ist es ratsam deine Ärztin aufzusuchen.  Sie kann möglicherweise deine Dosierung oder Verschreibung ändern.

Was erwartet dich beim Arztbesuch?

Dein Hausarzt oder Frauenärztin kann dir bei der Ursachenfindung behilflich sein oder dich an einen Urologen oder Urogynäkologen verweisen, die auf Harnwegsprobleme bzw. Erkrankungen des Beckenbodens spezialisiert sind. Untersuchungen können eine Beckenuntersuchung und Tests auf Infektionen umfassen. Die verschiedenen Tests, die angewendet werden, sind:

Blasen-Ultraschall

Mit diesem schmerzlosen bildgebenden Verfahren kann der Arzt die vollständige Blasenentleerung beurteilen.

Physikalischer Urinbelastungstest

Man füllt die Blase mit Wasser und bittet dich, aufzustehen und zu husten oder zu gehen, um zu sehen, ob Urin austritt.

Urodynamische Untersuchung

Bei dieser Untersuchung wird geprüft, wie gut deine Blase Urin speichern und abgeben kann. Du wirst gebeten, die Blase zu entleeren, und dann wird ein dünner Schlauch durch die Harnröhre in die Blase eingeführt, um zu prüfen, ob noch Urin vorhanden ist.

Zystoskopie

Bei dieser Untersuchung wird das Innere deiner Blase untersucht. Du wirst betäubt, damit du keine Schmerzen hast. Nach der Betäubung führt der Arzt ein langes, dünnes, beleuchtetes Röhrchen mit einer Linse in deine Harnröhre ein.

Was kannst du selbst tun?

Die Massnahmen hängen vom Typ der Inkontinenz ab, aber kleine Veränderungen können helfen, die Kontrolle über deine Blase zurückzugewinnen:

Achte auf deine Getränke

Kaffee, Tee, Soda und alkoholische Getränke können die Blase schnell füllen und Undichtigkeiten verursachen.

Begrenze die Flüssigkeitsaufnahme am Abend

Wenn du nachts häufig aufwachst, um auf die Toilette zu gehen, reduziere die Flüssigkeitszufuhr am Abend.

Halte ein gesundes Gewicht

Übergewicht erhöht den Druck auf die Blase.

Stärke deinen Beckenboden

Kegel-Übungen, bei denen du deine Beckenbodenmuskulatur für einige Sekunden wiederholt anspannst und entspannst, können effektiv sein. Versuche, täglich drei Sätze mit jeweils 10 Kegel-Übungen durchzuführen.

Zeitliche Planung für Toilettenbesuche

Indem du Toilettengänge nach einem festen Zeitplan planst, z. B. alle Stunde, kannst du die Kontrolle über deine Blasenmuskulatur zurückgewinnen. Erweitere die Intervalle nach und nach, sobald du Verbesserungen siehst.

Wie wird Inkontinenz behandelt?

Um die Inkontinenz zu behandeln hat deine Ärztin verschiedene Optionen: 

Biofeedback-Therapie

Ein Therapeut kann dir mit Hilfe von Computergrafiken und Geräuschen zeigen, wann du deine Beckenbodenmuskulatur richtig trainierst. Dies kann mit der Zeit dazu beitragen, die Muskeln, um Blase und Harnröhre zu stärken.

Elektrische Stimulation

Ein Tampon ähnlicher Sensor wird in deine Scheide eingeführt und schwache elektrische Ströme regen deinen Beckenboden an, sich zusammenzuziehen. Mit der Zeit kann dir dieses Gerät helfen, den Urin besser zu halten.

Pessar

Dein Arzt kann dir ein ringförmiges Gerät anpassen, das in die Scheide eingeführt wird. Es drückt gegen die Harnröhre und verhindert, dass Urin austritt.

Vaginale Östrogencreme

Eine niedrige Dosis, die auf die Innenseite der Scheide oder Harnröhre aufgetragen wird, kann bei Stress- oder Dranginkontinenz helfen.

Verschreibungspflichtige Medikamente

Eine Gruppe von Medikamenten, die so genannten Antispasmodika, können die Signale blockieren, die zu Muskelkrämpfen in der Blase und damit zum Harnverlust führen.

Operation

Wenn andere Behandlungen nicht wirksam sind, kommt eine Operation in Frage, um deine Blase zu heben oder die Harnröhre zu unterstützen. Dies ist besonders bei Stressinkontinenz ratsam, könnte aber bei überaktiver Blase weniger wirksam sein.

Blasenprobleme kannst du angehen. Versuche unsere Tipps und wenn du nicht weiterkommst, gehe zu deiner Ärztin.

Bleibe positiv und achtsam!

Wenn du eine persönliche Beratung oder Unterstützung auf deinem Weg durch die Wechseljahre brauchst, wende dich hier an The Women Circle.

In unserer nächsten Ausgabe wieder am Samstag, 9 Uhr werden wir weitere Aspekte der Menopause und der weiblichen Gesundheit behandeln. Bleibe informiert und fühle dich wohl in dieser besonderen Lebensphase.

Rubrik Produkte für die Menopause

Alle haben wir darauf hingearbeitet. Nun ist es so weit. Wir konnten unsere drei neu mit Apothekern und Ärztinnen entwickelte Produkte launchen. 

Wir haben die drei häufigsten Symptome genommen und dazu pflanzliche Extrakte sorgfältig ausgewählt, welche diese behandeln.

Die drei Symptome sind:

  • Stimmungsschwankungen
  • Schlafstörungen
  • Hitzewallungen

Auf unsere Meno Health Produkteseite findest du alle Angaben über die Produkte inklusive Studien und detaillierte Erklärungen.

Wir sind gespannt auf euren Feedback.

Wir, als der The Women Circle kommunizieren täglich auf LinkedIn. Wir würden uns freuen, wenn du uns auf LinkedIn folgst.

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Wir sind für dich da.

Joëlle & Adrian

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