Meno Health. Clinical Evidence.

TWC #034: Herzkrankheiten sind keine Männerkrankheiten

Rubrik Meno Meet-Ups und Produkte für die Menopause

Bald ist es wieder so weit. Wir planen unsere nächsten Meno Meet-Ups.

Am 25. Januar 18:30 treffen wir uns in der Urs Drogerie/Apotheke an der Blickensdorferstrasse 4 in 6312 Steinhausen/ZG und ein weiteres Treffen ist in Genf geplant. Wie immer könnt ihr euch via hello@TheWomenCircle.ch anmelden.

Möchtest du mehr über unsere Produkte wissen, so kannst du alle Informationen auf unserer Meno Health Produkteseite abrufen.

Wir freuen uns euch bei einem der Meno Meet-Ups zu treffen. 

Herzkrankheiten sind keine Männerkrankheiten

Viele Frauen denken, Herzkrankheiten seien Männerkrankheiten. Das ist aber nicht der Fall. Herzkrankheiten sind die häufigste Todesursache bei Frauen. Tatsächlich ist nach dem 50. Lebensjahr fast die Hälfte aller Todesfälle bei Frauen auf eine Form von Herz-Kreislauf-Erkrankung zurückzuführen. Im Alter der Menopause, d.h. ab ca. 50 Jahren steigt ihr Risiko für Herzkrankheiten drastisch an. 

Junge Frauen, die sich einer vorzeitigen oder chirurgischen Menopause unterziehen und keine Östrogene einnehmen, haben ebenfalls ein höheres Risiko für Herzerkrankungen. 

Frauen nach der Menopause haben ein noch höheres Risiko, wenn sie an einer der gesundheits- und lebensstilbedingten Erkrankungen leiden.

Wie Frauen in den Wechseljahren ihr Risiko für Herzkrankheiten verringern können

Vermeide hohen Blutdruck

Eine Kombination aus Östrogenverlust und Alterung führt zu einer geringeren Flexibilität der Blutgefässe. Steifere Arterien tragen zu einem höheren Blutdruck bei, der eine Rolle bei der Entwicklung von Herzerkrankungen, Herzinsuffizienz und Schlaganfällen nach der Menopause spielt. Auch Übergewicht kann den Blutdruck erhöhen, da es das Herz beim Pumpen des Blutes stärker belastet. Deshalb kontrolliere regelmässig deinen Blutdruck.

Diabetes – Blutzuckerspiegel

Die Wechseljahre sind zwar nicht die Ursache für Diabetes, aber Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Östrogenverlust und dem Anstieg des Blutzuckerspiegels zu Beginn der Wechseljahre gibt. Tritt die Menopause vor dem 40. Lebensjahr ein, ist die Wahrscheinlichkeit, im Alter von 55 Jahren an Typ-2-Diabetes zu erkranken, viermal so hoch. Ein hoher Blutzuckerspiegel schädigt die Blutgefässe und die Nerven, die das Herz und die Blutgefässe steuern. Prädiabetes, bei dem der Blutzuckerspiegel zwar höher als normal, aber noch nicht so hoch wie bei Diabetes ist, ist ebenfalls mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall verbunden. Auch hier gilt es den Blutzuckerspiegel immer wieder einmal zu prüfen.

Übergewicht – Bauchfett ist schlecht

In den Wechseljahren kommt es häufig zu einer Gewichtszunahme im Bauchbereich, was auf eine Zunahme des viszeralen Fetts hinweist. Dieses Fett umgibt die inneren Organe und trägt zu Bluthochdruck, hohem Cholesterinspiegel und Typ-2-Diabetes bei – alles Risikofaktoren für Herzerkrankungen. Wenn du mehr Gewicht um die Taille herumträgst, hast du ein höheres Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, als wenn du nur insgesamt schwerer bist. Wenn dein Taillenumfang 90 cm oder mehr beträgt, hast du wahrscheinlich zusätzliches viszerales Fett. Je mehr du über deinem Idealgewicht liegst, desto härter muss dein Herz arbeiten, um deinen Körper mit Nährstoffen zu versorgen. Deshalb versuche dein Gewicht zu halten.

Gesundheitsvorgeschichte

Wenn du während der Schwangerschaft bestimmte Komplikationen wie Bluthochdruck, Schwangerschaftsdiabetes, Frühgeburt oder Fehlgeburt hattest, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, im späteren Leben eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln.

Dazu gehört auch eine Diagnose eines polyzystischen Ovarialsyndroms oder einer Endometriose.

Herzkrankheiten in der Familie

Deine Familie beeinflusst ebenfalls die Risikofaktoren. Dieser steigt, wenn dein Vater oder Bruder vor dem 55. Lebensjahr einen Herzinfarkt hatte, deine Mutter oder Schwester, vor dem 65. Lebensjahr mit Chemotherapeutika oder Bestrahlungen behandelt wurde. 

Cholesterinspiegel

Der Cholersterinspiegel beeinflusst die Herzkrankheit durch ein niedriges HDL (High Density Lipoproteins) oder «gutes» Cholesterin und durch einen hohen LDL-Wert (Low Density Lipoproteins) oder «schlechtes» Cholesterin. Dies führt zu einem erhöhten Risiko für verstopfte Arterien, die den Blutfluss zu Herz, Gehirn und Beinen blockieren. Hier gilt es auch immer wieder den Cholesterinspiegel zu messen.

Hitzewallungen

Der schwankende Östrogenspiegel in der Perimenopause verursacht oft Hitzewallungen. Diese können auch ein Gesundheitsproblem darstellen. Denn Hitzewallungen werden mit erhöhtem Blutdruck und Cholesterinspiegel in Verbindung gebracht. Einige Studien deuten darauf hin, dass sie auch ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind. 

Ernährung und Lebensstil für die Herzgesundheit

Eine pflanzliche Ernährung mit wenig gesättigten Fetten, Zucker und Natrium ist der beste Weg, um Cholesterin, Blutzucker und Blutdruck unter Kontrolle zu halten. 

Achte auf eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Ballaststoffen, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten (wie Bohnen und Erbsen), Obst, Gemüse, Fisch, folatreichen Lebensmitteln und Soja.

Treibe regelmässig Sport

Das Herz ist wie jeder andere Muskel – es muss trainiert werden, damit es stark und gesund bleibt. Regelmässiger Sport (idealerweise mindestens 150 Minuten pro Woche) trägt dazu bei, dass das Herz das Blut besser durch den Körper pumpen kann. Bewegung und Sport helfen auch, viele andere Risikofaktoren zu reduzieren. Sie helfen, Bluthochdruck und Cholesterin zu senken, Stress abzubauen, das Gewicht zu halten und den Blutzuckerspiegel zu verbessern.

Kein Rauchen

Raucherinnen haben ein doppelt so hohes (oder höheres) Herzinfarktrisiko wie Nichtraucherinnen. Verzichte nicht nur auf Zigaretten, sondern halte dich auch vom Passivrauchen fern, denn auch das erhöht das Risiko einer Herzerkrankung.

Rauchen hat auf deinen Körper nur negative Einflüsse, die sich nach der Menopause noch verstärken.

Wie du siehst, hat wie so oft dein Lebensstil einen wesentlichen Einfluss auf deine Gesundheit. Dies gilt auch für dein Herz. Je gesünder dein Lebensstil ist, um so mehr kannst du Herzkrankheiten verhindern. 

Wenn du eine persönliche Beratung oder Unterstützung auf deinem Weg durch die Wechseljahre brauchst, wende dich hier an The Women Circle.

In unserer nächsten Ausgabe wieder am Samstag, 9 Uhr werden wir weitere Aspekte der Menopause und der weiblichen Gesundheit behandeln. Bleibe informiert und fühle dich wohl in dieser besonderen Lebensphase.

Wir, als der The Women Circle kommunizieren täglich auf LinkedIn. Wir würden uns freuen, wenn du uns auf LinkedIn folgst.

Möchtest du mit uns Kontakt aufnehmen, dann melde dich bei uns.

Wir sind für dich da.

Joëlle & Adrian

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