#129: Deine Werte sind normal. Und warum fühlst du dich trotzdem nicht „normal“?
Deine Werte sind normal. Und warum fühlst du dich trotzdem nicht „normal“?

Müde, gereizt, innerlich unruhig… Viele Frauen in den Wechseljahren haben das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Aber wenn du das deinem Arzt sagst, kommt oft die Antwort: „Das liegt am Alter.“ Selbst wenn ein Bluttest gemacht wird, ist das meistens nur zu einem zufälligen Zeitpunkt. Das Problem dabei? Unsere Hormone schwanken täglich. Ein Wert „im Normbereich“ sagt nicht immer alles aus.
Warum ein einzelner Hormontest oft nicht ausreicht
Der Hormonspiegel in den Wechseljahren schwankt nicht nur von Monat zu Monat, sondern auch innerhalb eines Tages. Eine Momentaufnahme gibt selten ein vollständiges Bild wieder.
„Normale Werte“ basieren auf Durchschnittswerten, nicht darauf, wie du dich fühlst. Du kannst durchaus im „normalen“ Bereich liegen und trotzdem unter Müdigkeit, Stimmungsschwankungen oder Schlafstörungen leiden.
Nur wenige Menschen haben alte Referenzwerte aus der Zeit, als sie sich „gut gefühlt“ haben. Ohne diese Ausgangsbasis ist es schwer zu wissen, was wirklich richtig für deinen Körper ist.
Was du selbst beobachten kannst
Während Laboruntersuchungen ihre Grenzen haben, hast du direkten Zugang zu deinen eigenen Erfahrungen.
- Wie oft schläfst du durch?
- Deine Stimmung im Laufe des Zyklus
- Veränderungen in Bezug auf Energie, Gewicht oder körperliche Anzeichen
- Empfindlichkeit gegenüber Stress
Im Laufe von Wochen oder Monaten zeigen sich Muster. Du fängst an, deinen Gefühlen zu vertrauen, nicht nur dem, was ein Laborbericht sagt.
Du bist nicht „zu empfindlich”, du hörst nur hin
Nur weil deine Werte „normal” sind, heisst das nicht, dass deine Erfahrungen nicht echt sind. Es ist frustrierend, wenn du dich unwohl fühlst, obwohl deine Laborwerte im Normbereich liegen, aber das ist nicht ungewöhnlich. Die Diskrepanz zwischen Laborergebnissen und den tatsächlich empfundenen Symptomen führt dazu, dass sich viele Frauen nicht verstanden fühlen.
Du verdienst Bestätigung, Klarheit und Hilfsmittel, um deinen Körper während dieser Übergangsphase zu unterstützen.
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