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#137: Wenn die Perimenopause mit was anderem verwechselt wird

Wenn die Perimenopause mit was anderem verwechselt wird

Die Veränderungen in der Lebensmitte können echt verwirrend sein, vor allem wenn die Symptome nicht klar zuzuordnen sind. Viele Frauen sind mitten in der Perimenopause, bekommen aber eine ganz andere Diagnose. Das kann zu Verwirrung, unnötigen Behandlungen und jeder Menge Stress führen. 

Hier erfährst du, warum das passiert und worauf du achten solltest.

Warum die Perimenopause oft falsch diagnostiziert wird

Hormonschwankungen während der Perimenopause, vor allem Veränderungen des Östrogenspiegels, beeinflussen fast jedes Körpersystem. Deshalb sind die Symptome sehr unterschiedlich: von Brain Fog und Erschöpfung bis hin zu Darmproblemen, Muskelschmerzen, Stimmungsschwankungen und mehr. 

Viele medizinische Fachkräfte haben keine richtige Ausbildung in Sachen Wechseljahre und Hormongesundheit. Wenn sie also mit vagen, mehrere Systeme betreffenden Symptomen konfrontiert werden, neigen sie dazu, Diagnosen wie chronische Müdigkeit, Darmprobleme oder psychische Störungen zu stellen, anstatt die Perimenopause in Betracht zu ziehen. 

Häufige Fehldiagnosen und wie sich die Perimenopause äussern kann

Da die Perimenopause so viele Bereiche des Körpers betrifft, können die Symptome leicht mit anderen Erkrankungen verwechselt werden. Hier sind einige der häufigsten Verwechslungen:

  • ADHS oder kognitive Probleme: Hormonelle Veränderungen können die Konzentration, das Gedächtnis und die geistige Klarheit beeinträchtigen, was zu Aufmerksamkeitsproblemen führen kann.
  • Fibromyalgie oder chronische Schmerzstörungen: Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen und Müdigkeit werden oft als langfristige Schmerzzustände bezeichnet.
  • Darmerkrankungen: Blähungen, Beschwerden und Veränderungen der Verdauung können als Verdauungskrankheiten statt als hormonbedingte Veränderungen angesehen werden.
  • Chronische Müdigkeit oder „Nebennierenschwäche”: Extreme Müdigkeit wird manchmal auf Stress oder Probleme mit den Nebennieren zurückgeführt, statt auf Hormonschwankungen.
  • Blasen- oder Beckenbeschwerden (z. B. interstitielle Zystitis): Der Rückgang der Hormone beeinflusst das Blasengewebe und verursacht Symptome, die denen chronischer Blasenerkrankungen ähneln.
  • Stoffwechsel- oder Leberprobleme: Hormonelle Veränderungen können Stoffwechselerkrankungen wie die nichtalkoholische Fettlebererkrankung vortäuschen.

Was du tun kannst – setz dich für deinen Körper ein

  • Führe ein detailliertes Symptomtagebuch: Notiere, wann Symptome auftreten, was sie auszulösen scheint, sowie alle Veränderungen im Zyklus, in der Stimmung, in der Verdauung und im Schlaf. Muster deuten oft auf hormonbedingte Schwankungen hin.
  • Sprich mit deiner Ärztin über die Möglichkeit einer Perimenopause, vor allem, wenn die Symptome vielfältig sind und nicht eindeutig auf eine einzige Diagnose hindeuten.
  • Bitte um grundlegende Hormon- und Stoffwechseluntersuchungen (z. B. Überprüfung von Östrogen, Schilddrüsenfunktion, Leberenzymen), um andere Erkrankungen auszuschliessen oder zu bestätigen.
  • Wenn möglich, konsultiere eine Ärztin, die Erfahrung in der Wechseljahrebehandlung hat. Spezialisten für Hormongesundheit können Muster der Perimenopause möglicherweise besser erkennen als Allgemeinmediziner.

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