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Meno Health. Clinical Evidence.

#165: Einsamkeit verschlimmert kognitive Probleme in den Wechseljahren

Einsamkeit verschlimmert kognitive Probleme in den Wechseljahren

Viele Frauen rechnen in den Wechseljahren mit körperlichen Symptomen wie Hitzewallungen oder Schlafstörungen. 

Über die emotionalen und sozialen Veränderungen, die diese Lebensphase begleiten können, wird jedoch oft weniger offen gesprochen.

Für manche Frauen kann das Gefühl der Einsamkeit während der Wechseljahre zu einer unerwarteten Herausforderung werden. Einige Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass soziale Isolation nicht nur das emotionale Wohlbefinden beeinträchtigen, sondern auch kognitive Symptome wie Gedächtnisprobleme, Konzentrationsschwäche und geistige Erschöpfung verschlimmern kann.

Warum soziale Kontakte für die Gehirngesundheit wichtig sind

Das Gehirn funktioniert nicht unabhängig von unseren emotionalen und sozialen Erfahrungen. 

Während der Wechseljahre beeinflussen hormonelle Schwankungen bereits Bereiche des Gehirns, die an der kognitiven Verarbeitung und der Regulierung von Emotionen beteiligt sind. Kommt dann noch Einsamkeit hinzu, können sich Symptome wie „Brain Fog“, Vergesslichkeit und Konzentrationsschwierigkeiten noch stärker bemerkbar machen.

Viele Frauen berichten von Momenten, in denen sie einen Raum betreten und vergessen, warum sie dorthin gegangen sind, sich schwer tun, sich an vertraute Wörter zu erinnern, oder es schwieriger finden, sich auf Aufgaben zu konzentrieren, die ihnen früher ganz selbstverständlich erschienen. Auch wenn diese Erfahrungen ein normaler Teil des Übergangs in die Wechseljahre sein können, kann das Gefühl der Isolation es erschweren, damit umzugehen.

Die emotionalen Auswirkungen des Gefühls der Einsamkeit

Die Wechseljahre treten oft in einer Phase bedeutender Lebensveränderungen auf. Kinder ziehen vielleicht aus, die Karriere entwickelt sich weiter, Beziehungen können sich verändern und die Pflegeverantwortung für alternde Eltern kann zunehmen.

Gleichzeitig haben viele Frauen das Gefühl, dass über die Wechseljahre immer noch nicht offen genug gesprochen wird. Manche zögern, über ihre Symptome zu sprechen, aus Angst, missverstanden, abgetan oder verurteilt zu werden.

Dieser Mangel an Unterstützung kann Gefühle von Frustration, Traurigkeit oder Entfremdung verstärken, was sich wiederum negativ auf die geistige Klarheit und die psychische Belastbarkeit auswirken kann.

Die Wechseljahre sollten nicht in Isolation durchlebt werden

Die Wechseljahre sind ein grosser Lebensübergang, und niemand sollte das Gefühl haben, ihn alleine bewältigen zu müssen.

Unterstützende Beziehungen können eine wichtige Rolle für das emotionale und kognitive Wohlbefinden spielen.

Offen mit vertrauten Menschen zu sprechen, Selbsthilfegruppen beizutreten oder einfach regelmässige soziale Kontakte zu pflegen, kann helfen, das Gefühl der Isolation zu verringern und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.

Manchmal kann ein einfaches Gespräch der erste Schritt sein, um sich besser unterstützt und verbundener zu fühlen und besser gerüstet zu sein, die Herausforderungen der Wechseljahre zu meistern.

Selbst kleine Momente der Verbundenheit können einen bedeutenden Einfluss sowohl auf die emotionale Gesundheit als auch auf die kognitiven Funktionen haben.

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