#151: Das passiert in deinem Gehirn während der Wechseljahre
Das passiert in deinem Gehirn während der Wechseljahre

Wenn wir an die Wechseljahre denken, konzentrieren wir uns oft auf körperliche Symptome wie Hitzewallungen oder Schlafstörungen. Doch eine der wichtigsten Veränderungen vollzieht sich still im Hintergrund, in deinem Gehirn.
Viele Frauen bemerken in dieser Zeit Veränderungen in Bezug auf Gedächtnis, Konzentration, Stimmung oder geistige Klarheit. Diese Veränderungen sind keineswegs eingebildet, sondern stehen in engem Zusammenhang mit den biologischen Vorgängen.
Das Gehirn baut nicht ab; es passt sich an
Während den Wechseljahren beginnt der Östrogenspiegel zu schwanken und schliesslich abzusinken. Dieses Hormon reguliert weit mehr als nur das Fortpflanzungssystem. Es spielt auch eine Schlüsselrolle im Gehirn.
Östrogen unterstützt die Kommunikation zwischen den Gehirnzellen, hilft bei der Regulierung der Stimmung und beeinflusst Bereiche, die für Gedächtnis und Lernen zuständig sind. Wenn sich die Werte verändern, muss sich das Gehirn an eine neue hormonelle Umgebung anpassen.
Dieser Übergang kann vorübergehend die Funktionsweise bestimmter Hirnnetzwerke beeinträchtigen.
Deshalb fühlen sich manche Frauen vielleicht weniger scharfsinnig, vergesslicher oder geistig langsamer als sonst.
Das ist jedoch kein Anzeichen für eine Schädigung. Es ist eine Phase neurologischer Anpassung.
Warum sich Gedächtnis und Konzentration anders anfühlen können
Das Gehirn verbraucht viel Energie, und Östrogen hilft dabei, den Energieverbrauch zu regulieren. In den Wechseljahren muss das Gehirn möglicherweise mehr leisten, um das gleiche Leistungsniveau aufrechtzuerhalten.
Das kann sich wie folgt äussern:
● Schwierigkeiten, sich über längere Zeit zu konzentrieren
● Wörter vergessen oder den Gedankengang verlieren
● Sich geistig schneller erschöpft fühlen
Gleichzeitig können Schlafstörungen und Stress, die in den Wechseljahren häufig auftreten, die kognitive Leistungsfähigkeit zusätzlich beeinträchtigen, wodurch sich diese Veränderungen stärker bemerkbar machen.
Wie du dein Gehirn in dieser Übergangsphase unterstützen kannst
Die Wechseljahre können sich manchmal beunruhigend anfühlen, besonders wenn sie deine Klarheit im Denken oder deine emotionale Ausgeglichenheit beeinträchtigen.
Aber dein Gehirn versagt nicht, es passt sich nur an.
Um es zu unterstützen, sind keine extremen Massnahmen erforderlich. Einfache, konsequente Gewohnheiten können einen echten Unterschied machen:
- Schlaf priorisieren,
- geistig aktiv bleiben,
- Stress bewältigen und
- körperlich in Bewegung bleiben
all das hilft dem Gehirn, sich reibungsloser anzupassen.
Am wichtigsten ist: Sei geduldig mit dir selbst. Was du gerade erlebst, ist kein Verlust deiner Fähigkeiten, sondern ein natürlicher Übergang, den dein Gehirn gerade zu meistern lernt.
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