#166: Immer müde in den Wechseljahren? Warum sich so viele Frauen erschöpft fühlen
Immer müde in den Wechseljahren? Warum sich so viele Frauen erschöpft fühlen

Das ist eines der häufigsten Beschwerden in den Wechseljahren, doch viele Frauen fühlen sich immer noch nicht ernst genommen, wenn sie darüber sprechen.
Wenn du dich ständig ausgelaugt fühlst, Mühe hast, den Tag zu überstehen, oder selbst nach dem Schlafen müde aufwachst, bildest du dir das nicht ein. Erschöpfung in den Wechseljahren ist real und geht oft weit über das blosse „Älterwerden“ hinaus.
Für viele Frauen fühlt sich diese Müdigkeit ungewohnt an. Es ist nicht die übliche Müdigkeit am Ende des Tages. Sie kann sich schwer, anhaltend und schwer abzuschütteln anfühlen.
Warum Müdigkeit in den Wechseljahren so häufig auftritt
Hormonelle Veränderungen wirken sich auf fast jedes System im Körper aus, darunter Schlaf, Stimmung, Energieregulierung und Stressreaktionen.
Da die Östrogen- und Progesteronwerte schwanken und sinken, muss der Körper mehr leisten, um das Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Diese hormonellen Schwankungen können sich direkt auf das Energieniveau auswirken und dazu führen, dass sich viele Frauen körperlich und geistig erschöpft fühlen.
Schlafstörungen sind einer der grössten Faktoren. Nächtliches Schwitzen, häufiges Aufwachen, lebhafte Träume und Schwierigkeiten, durchzuschlafen, können den Körper daran hindern, die tiefe, erholsame Ruhe zu finden, die er braucht.
Selbst wenn Frauen genügend Stunden im Bett verbringen, ist die Schlafqualität oft beeinträchtigt.
Es ist nicht nur körperliche Erschöpfung
Bei der Müdigkeit in den Wechseljahren geht es nicht nur um den Körper. Auch geistige und emotionale Erschöpfung spielen eine grosse Rolle.
Viele Frauen in den Wechseljahren müssen anspruchsvolle Karrieren, Betreuungsaufgaben, alternde Eltern, familiären Druck und emotionalen Stress unter einen Hut bringen und das alles, während sie innerlich grosse hormonelle Veränderungen durchleben.
Mit der Zeit kann ständiger Stress das Nervensystem überfordern und die Erholung erschweren. Das kann neben körperlicher Müdigkeit auch zu Burnout-Gefühlen, Reizbarkeit, „Brain Fog“ und emotionaler Überforderung führen.
Warum sich dein Energielevel anders anfühlen kann als früher
Hormonelle Veränderungen können auch den Stoffwechsel, die Muskelmasse und die Blutzuckerregulation beeinflussen.
Da die Muskelmasse mit zunehmendem Alter natürlich abnimmt, wird der Körper weniger effizient bei der Energieproduktion und -verwertung. Schwankende Blutzuckerwerte können zusätzlich zu Energieeinbrüchen im Laufe des Tages beitragen.
Gleichzeitig verstärken schlechter Schlaf und Stress oft das Verlangen nach Zucker und Koffein, was einen Kreislauf in Gang setzt, der die Energie zwar vorübergehend steigert, den Körper danach aber noch erschöpfter zurücklässt.
Auf deinen Körper zu hören, das Tempo wo möglich zu drosseln und Ruhe ohne Schuldgefühle zu priorisieren, kann also im Laufe der Zeit einen bedeutenden Unterschied machen.
Am wichtigsten ist: Du verdienst in dieser Lebensphase Mitgefühl – vor allem von dir selbst.
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