#130: Bluthochdruck in den Wechseljahren: Gibt die Hormonersatztherapie einen Funken Hoffnung?
Bluthochdruck in den Wechseljahren: Gibt die Hormonersatztherapie einen Funken Hoffnung?

Wenn Frauen in die Wechseljahre kommen, können hormonelle Veränderungen viele Systeme im Körper beeinflussen, auch den Blutdruck. Wenn du gemerkt hast, dass dein Blutdruck in dieser Zeit steigt, bist du nicht allein. Es lohnt sich, zu schauen, ob die Hormonersatztherapie (HRT) eine vielversprechende Option zur Behandlung von Bluthochdruck in den Wechseljahren sein könnte.
Den Zusammenhang zwischen Wechseljahren und Blutdruck verstehen
Während der fruchtbaren Jahre hilft Östrogen dabei, die Blutgefässe gesund zu halten, indem es ihre Flexibilität und die Endothelfunktion unterstützt. Wenn der Östrogenspiegel in den Wechseljahren sinkt, können diese schützenden Effekte nachlassen. Die Arterien können steifer werden, der Gefässwiderstand kann steigen und das Risiko für Bluthochdruck erhöht sich.
Experten weisen darauf hin, dass Frauen während dieser hormonellen Umstellung zum ersten Mal unter Bluthochdruck leiden oder eine Verschlechterung eines bereits bestehenden Bluthochdrucks feststellen können.
Kann eine Hormonersatztherapie helfen?
Forscher untersuchen, ob eine Hormonersatztherapie dazu beitragen kann, einige der während den Wechseljahren verlorenen vaskulären Vorteile wiederherzustellen. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass
- Östrogen die Gesundheit der Blutgefässe verbessern kann, indem es die Erweiterung fördert und die Arterienverhärtung verringert.
- der Zeitpunkt entscheidend ist: Wenn man mit der Hormonersatztherapie kurz vor Beginn der Menopause anfängt, kann das eine stärkere Schutzwirkung auf das Herz-Kreislauf-System haben.
- die Forschung aber noch nicht abgeschlossen ist, und es gibt noch keinen endgültigen Beweis dafür, dass die Hormonersatztherapie Bluthochdruck in den Wechseljahren vorbeugt oder rückgängig macht.
Die Hormonersatztherapie kann also einen Hoffnungsschimmer bieten, ist aber keine garantierte Lösung und muss immer gegen die individuellen Risiken und Vorteile abgewogen werden.
Was du heute tun kannst
Auch wenn die Medizin noch nicht so weit ist, gibt es praktische Massnahmen, die du jetzt schon ergreifen kannst:
- Überprüfe regelmässig deinen Blutdruck, vor allem, wenn du vor der Menopause noch nie Probleme damit hattest.
- Nimm herzgesunde Gewohnheiten an: Reduziere deinen Salzkonsum, bleib aktiv, achte auf dein Gewicht und schränke Alkohol und Rauchen ein.
- Spreche mit deiner Ärztin darüber, ob eine Hormonersatztherapie für dich geeignet ist, und berücksichtige dabei deinen Blutdruck, deine Herzgesundheit, persönliche Risikofaktoren und den Zeitpunkt.
- Kombiniere verschiedene Ansätze: Jede Entscheidung für eine Hormonersatztherapie sollte deine Lebensgewohnheiten und gegebenenfalls herkömmliche Blutdruckmedikamente ergänzen, nicht ersetzen.
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